Andreas Grün

      Repertoire Kontakt Home

Heinrich Aloys Praeger

1783–1854

Andante e Tema con Variazioni

Heinrich Aloys Praeger, zu seiner Zeit ein angesehener Violin- und Gitarren­virtuose, wurde in Amsterdam geboren, verbrachte seine Jugend zum Teil in Braunschweig in der Nähe des berühmten Geigers und Komponisten Louis Spohr und begleitete dann als Kapell­meister einige Jahre lang eine wandernde Komödianten­truppe. 1818–28 wirkte er als Musik­direktor in Leipzig, darauf ein Jahr in Magdeburg und 1829–31 war er Kapell­meister in Hannover. 1854 starb er in Magdeburg. – Als Komponist verfasste er etwa 50 Werke, über­wiegend Kammer­musik ver­schiedener Besetzungen.
Seine Variationen op. 21 für Flöte (oder Violine) und Gitarre haben als Thema das seinerzeit beliebte ukrainische Volkslied Schöne Minka: traurig steht das Mädchen am Ufer der Donau, während der Kosak abenteuer­lustig davonreitet. Slawische Gefühls­tiefe und -über­schwang verbinden sich in Praegers Variationen aufs Schönste mit der Empfindsamkeit der auf den Fundamenten der Wiener Klassik stehenden deutschen Früh­romantik. Praeger über­windet das Formel­hafte, das vielen anderen Variations­zyklen über dieses Lied anhaftet, und steigert die bereits dem Thema inne­wohnenden Kontraste zu einem romantischen Stimmungs­gemälde, das von sehn­süchtigem Ab­schieds­schmerz bis zu munterem Soldaten­treiben reicht.

Andreas Grün

Pressestimmen

Heinrich Aloys Präger, Theodor Gaude und Raphael Dressler haben Musik hinter­lassen, die zu vergessen, schlicht eine Schande wäre.

Die Rheinpfalz