| Repertoire | ![]() |
Kontakt | Home |
1937–2026
Immer wieder nahm Rolf Riehm „Alte Musik“ als Ausgangspunkt von Bearbeitungen, z. B. in He, très doulz rousignol joly (1978), für großes Orchester nach altfranzösischen Balladen, und so auch beim Lamento di Tristano für zwei Gitarren, das ich 1984 zusammen mit Michael Raman Hampel uraufgeführt habe. Freilich bezieht sich das Werk nicht auf Wagners Oper, sondern auf ein Instrumentalstück des italienischen Trecento, die Estampie Lamento di Tristano, die nun auf verschiedenste Weise „übermalt“ wird – Riehm selbst hatte solche bildhaften Assoziationen dazu: er sprach von flüchtigen Tupfen, wo die Estampie durchscheint, von dicken Pinselstrichen, wo sie regelrecht zugekleistert wird.
Andreas Grün
Zweifellos der Höhepunkt dieses Abends waren die beiden Werke des an der
Frankfurter Musikhochschule dozierenden Komponisten Rolf Riehm. Mit seinem
„Notturno für die trauerlos Sterbenden“ will er vor allem „gegen die trauerlos Lebenden“
protestieren. Michael Hampel schöpfte voll aus den breitgefächerten klanglichen und
dynamischen Möglichkeiten, die die Gitarre bietet: Tonformung,
Badische Zeitung