Andreas Grün
Johann Ludwig Krebs
1713–1780
Gitarrenkonzert
Eine Generation nach Johann Friedrich Fasch
(1688–1758) brachte das kleine Städtchen Buttelstedt bei Weimar mit Johann Ludwig Krebs wiederum
einen der großen deutschen Instrumentalkomponisten des mittleren 18. Jahrhunderts hervor.
1726–35 war er in Leipzig Schüler von Johann Sebastian Bach, „der einzige Krebs im Bache“,
wie der Thomaskantor seine Wertschätzung für seinen begabten Lieblingsschüler
ausdrückte. Nachdem er verschiedene Organistenstellen bekleidet hatte, ließ er sich
1756 als Hoforganist in Altenburg nieder.
Das Gitarrenkonzert G-Dur (original für Laute in F-Dur) dokumentiert in inspirierter
und klangvoller Weise den stilistischen Umbruch seiner Zeit, die Wende vom Barock zur Klassik.
Während Krebs’ Orgelwerke noch sehr nach dem übermächtigen Vorbild des Lehrers blicken, kommt
das Konzert bereits mit einer galanten, in die Zukunft weisenden Frische daher.
Andreas Grün